Kleine und grossse Helfer

Nun hat mir mein Krustentierchen also gezeigt, was es so auf die schnelle aus dem Ärmel schütteln kann. Aber so eine Thrombose ist eigentlich gut behandelbar – eher lästig, auf jeden Fall nicht gefährlich, wenn man sie behandelt. Meine Oberschenkel sehen bald aus wie die Arme eines Junkies, frühmorgens um vier habe ich keine Zeit für ein vertieftes Spritzenstudium, da bin ich schon froh, wenn ich meine Beine treffe. Der Versuch, mir geographische Muster zu spritzen scheitert kläglich.

Die letzte Chemo ist vorbei, und somit der erste Schritt meines Behandlungsspazierganges überstanden. Nun noch ein paar Wochen warten – und als nächstes steht die OP an. Aber hierfür muss sich der Körper, vor allem die Haut, von der Chemo erholen, Wundheilung ist das Thema, da es eine recht grosse Narbe geben wird.

Meine Schleimhäute sind bald wieder in Ordnung, einzig die Nase wird noch lange mit Blut verunstaltet werden. So langsam wachsen die Haare auch wieder, an erwünschten Stellen (Kopf), und auch an anderen…., die Nägel habe es gut überstanden, meine Podologien ist über den guten Zustand meiner Geher positiv überrascht. Einzig das Hand-Fuss-Syndrom macht sich noch über sehr lange Zeit bemerkbar, meine Füsse haben ein gewisses Taubheitsgefühl und sind auf jede Naht im Socken schnell beleidigt. Das ich manchmal den Hausschuh verloren habe merke ich erst nach ein paar Schritten. Wird wohl auch irgendwann wieder mal weg gehen. Die Hände sind davon verschont geblieben.

Im allgemeinen habe ich die Chemo verhältnissmässig gut überstanden, hätte viel schlimmer sein können.

Das PetCt zeigt, ich habe sehr gut auf die Chemo angesprochen, die Tumorzellen sind markant zurück gegangen. Das ist doch mal was. Und ganz wichtig, es macht die OP erst möglich, denn dies war auch der Grund, dass man zuerst die Chemo machte, und danach die OP  plant.

In diesen Wochen durfte ich feststellen, dass ich sehr, sehr treue Helfer habe, welche stets für mich da sind und doch nie aufdringlich.

Meine zwei Mädchen via Whatsup, mein treuer Fahrdienst, eine liebe Kollegin, die mich viel und oft zum Essen einlädt und für Notfälle schon eingesprungen ist, ein Freundin, welche sich stets und immer wieder bei mir meldet und nachfragt, und mich schon hierhin und dorthin begleitet hat, meine Familie, die auf Abruf bereit steht, wenn es brennt, und ich alleine Angst habe einzuknicken, die Firma, mein Kollegen so wie mein Vorgesetzter, die mir den Rücken frei halten, meine Leidensgenossin, die mir mit Rat und Tat zur Seite steht, ein Leidensgenosse, welcher es hinter sich hat, und mit dem ich meine Ängste wunderbar teilen kann, und last but not least mein Onki. Wenn ich manchmal höre wie es anderen mit ihren Ärzten ergeht – kann ich mir die Finger abschlecken.

Ich danke allen dafür aufrichtig.

Nächstens also die OP…

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s