Gedankenspinnerei III

Meine Tumormarker steigen weiter. War auch zu erwarten. Die Angst macht das selbe, und ich merke, wie ich gewillt bin alles zu tun, was mir Onki empfiehlt, empfehlen wird, PET-CT, Chemo, was auch immer. Will einfach noch nicht abtreten.

Ein Kollege empfiehlt mir eine Klinik in Mexico welche sich auf Immuntherapien spezialisiert hat. Weil ich ohne Absegnung von Onki quasi keinen Kräutertee trinke, frage ich ihn, was er davon hält. Er ist nicht abgeneigt dagegen, sieht aber auch keinen grossen Sinn dahinter. Ich darf momentan eine Top-Behandlung erfahren mit Medis, welche zum Teil erst ein paar Jahre auf dem Markt sind, bzw. zugelassen. Somit gehe ich davon aus, viel Neueres gibt es nicht. Onki hat mich auch wissen lassen, es spielt keine grosse Rolle, wo ich in Behandlung bin, dank Tumorboardes ist man sich einig über die Behandlungen.

Die Angst kriecht mir in die Knochen – und doch, ich will nicht, ich will einfach noch nicht klein beigeben. Mir tut nichts weh, es geht mir gut. Knurre und murre mein Krustentierchen an, versuche, mich nicht in meine Krankheit zu verbeissen.

Es ist eigenartig, manchmal habe ich unerklärliche Ruhe in mir. Zu wissen, was kommt, zu wissen, dass es unabänderlich ist, lässt mich akzeptieren, wenn auch noch nicht aufgeben. Mit Onki an meiner Seite werde ich es schaffen, dass ganze ordentlich hinter mich zu bringen.

Ich habe keine Wahl.

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