Abklären

Einen Tag nach dem steigenden Tumormarkertest habe ich einen Brief mit der Einladung zum Pet-CT im Briefkasten. Termine sind schon immer zackig reingekommen, da kann ich nicht meckern.

Die Eile, mit der Onki mich in die Röhre schickt sagt mehr aus als das nicht Ausgesprochene …

Nach wie vor erhalte ich sachdienliche Ratschläge von Laien, die ich noch immer nett entgegen nehme. In Gedanken habe ich langsam die Sch… voll von Hobbyonkologen welche einmal einen Beitrag im Fernsehen gesehen haben, und mit viel Glück zwei Stunden im Internet irgendwas gelesen haben. Und natürlich hat auch jeder mal gehört von einem „dem das geholfen hat“, „der lebt heute noch“, usw. usf. Besonders schätze ich auch Bemerkungen von Leuten, welche grundsätzlich den Ärzten nicht trauen, die wollen eh nur alle Geld scheffeln. und reden einem grundsätlich zu viel an Behandlung und Medis ein. Genau, ich dachte auch schon öfters mal darüber nach, das Gerede von Onki als Wichtigtuerei und Geldmaschine abzutun. Schreien und in die Gesichter schlagen würde ich manchmal am liebsten. Wo kommt man denn da hin, wenn ich es gut habe mit meinem Arzt, und so viele haben schlechte Erfahrungen gemacht. Aber man bleibt höflich und nett, weil es ja die Meisten gut meinen. Oder so. Eine Kollegin schafft es stets wenn ich von meinem Krankheitsverlauf erzähle – nachdem ich gefragt wurde – von der immer gleichen Person zu erzählen, welche vor rund 30 Jahren daran gestorben ist, und der ging es noch viel, viel schlechter, hatte noch viel, viel mehr Ableger und und und. Auch eine Möglichkeit – das ganze als Wettstreit zu sehen.

Die Röhre wartet also – und ich gehe mal davon aus, mein Körper wird wieder blinken wie eine Disokugel. Auf mein Krustentierchen ist Verlass – schätze mal, der Kopf ist nächstens dran.

Auch vor einem Jahr hatte ich keine Beschwerden, und ohne Behandlungen wären es gerade nochmals ein paar Monate gewesen. Nun ist mein Körper resistent gegen die Antikörper  – da bleibt nicht mehr viel.

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Dieser Beitrag wurde am 22. Dezember 2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Abklären

  1. Hallo Krustentierchen,

    „Wie man es macht, man macht’s doch falsch.“ sagte meine Oma.

    Ich schleiche seit Tagen um’s Telefon und frage mich, ob ich Dir schreiben „darf“…
    Also ob Du es als „Unterstützung“ oder als „Einmischung“ empfindest.

    Heute Nacht (Dir brauche ich ja nichts von Schlafstörungen zu erzählen) habe ich nochmal in Deinen alten Einträgen geblättert. Und Du schriebst am 09.09. VERNÜNFTIGE Vorschläge für Alternativbehandlungen seien erwünscht.

    Nun denn. Auf MEINER persönlichen Liste für den Fall des Progresses steht „Hyperthermie“ und für die worst-case Szenarien mit den Kopfmetastasen „Methadon“ (Dr Friesen). Also ZUSÄTZLICH zur Schulmedizin!!!

    Vielleicht magst Du Dich da mal einlesen, ob Dir davon was gefällt. Selbst probiert habe ich es nicht. Ich hoffe noch, dass der Tag nicht kommt…

    Herzliche Grüße

    Deine
    Shrimpy

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