Unterwegs

Top vorbereitet machen sich meine Kollegin und ich auf den Weg – nach Wien – geschäftlich. Als ich in meinen Reise- und Arbeitsunterlagen noch den Stadtplan von Tokio finde, leert sie moderat Spott über mich auch. Bis sie Unterlagen von ihrem letzten Urlaub auf Korsika in den Fingern hält. Ausgleich!

Das Geschäftliche erledigen wir  – und machen uns auf den Weg in die Hauptstadt der ehemaligen Doppelmonarchie. Wir schlendern und schauen, die Sonne lacht vom Himmel, und geniesen eine Melange, mit dem obligatorischen Glas Wasser, im Freien. Sie ist der Sprache nicht wirklich mächtig, und ich bemühe mich, zeitgleich zu übersetzen. Simultan, quasi. Ich lasse sie auch wissen, dass ein Dolmetscher im Normalfall vom Trinkgeld lebt. Sie winkt ab, scheint mit den gängigen Reisegepflogenheiten nicht sehr bewandert…..

Vom Stefansdom über die Michaelskirche erreichen wir das Ratshaus – und meine Kollegin strahlt. Das sei ja der Michaelsdom, nun weiss sie wieder, wo wir sind. Ich mache ihr ein Kompliment für ihre Kreativität und zweifle an meinen Fremdenführerqualitäten.

Bei den meisten Sachen, wie z. B. bei diesem Besuch, kommt mir unweigerlich in den Sinn, vielleicht das letzte Mal? Ich warte und lauere. Wann wache ich das erste Mal mit Schmerzen auf, die vermutlich nicht mehr weg gehen? Wann werde ich ans Bett gefesselt werden? Wann, wann, wann …… geht es los.

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