Weiter planen

Tokio steht an, der Flug ist gebucht. Hotels haben mein Kollege und ich bereits vor fünf Monaten gebucht. Und wir haben gut daran getan. Dank Kirschblüte sind die Preise zum Teil um das dreifache gestiegen. Einzige Sorge macht mir das Programm meines Kollegen. Weil er die Stadt kennt, dort gewohnt hat, und auch die Sprache spricht, ist zu befürchten, dass er mich 14 Stunden lang durch die Stadt schleift. Tagesausflüge stehen auch auf dem Programm, Narita ebenso…., da hilft nach der Rückreise vermutlich nur ein Zeugnis von Onki – zwei Wochen krank, oder so….

Damit es kein Durcheinander gibt, ordne ich zu Hause die betreffenden Reiseunterlagen brav in Couverts, nach Destination angeschrieben. Die Unterlagen für die Automiete in den USA brauche ich nun wirklich nicht in Japan.

Nächstens steht wieder ein Termin bei Onki an. Und wir werden den Termin fur’s PetCt festlegen. Wie gesagt, im drei-Monats-Takt läuft das jetzt. So eine Diagnose wie ich sie habe hat auch sein Gutes. Man muss sich z. B. keine Sorgen machen von wegen Strahlenbelastung. Da gibt es Schlimmeres. So wie ich gehört habe, gibt es Patienten, welche ein MRI dem CT vorziehen. Radio- gegen Röntgenstrahlen.  Mir ist das ziemlich egal.  Wenn man innert einem Monat zwei Vollnarkosen fasst – so what? Auch den Medikamentenspiegel, welchen ich seit einem guten Jahr intus habe – es ist so, fertig, aus.

Natürlich mache ich mir Gedanken über die Progression. Wie weit spaziert mein Krabbler nun wieder in mir herum? Und wie zackig ist er am zunehmen? Der Eine oder Andere gab mir schon den Ratschlag, ja, dann muss halt wieder Chemo gemacht werden. Ja, wird wohl sein. Nur, so eine Chemo ist kein Hustensaft. Ohne es genau beziffern zu können, wie, oder mit was, ist sie doch belastend. Man fühlt sich von Mal zu Mal müder, denkt am Morgen schon „muss ich wieder aufstehen“. Und, so eine Chemo schädigt auch die gesunden Zellen. Bin gespannt, wie es mit der zielgerichteten Chemo sein wird. Vermutlich werde ich nicht merken, wo sie wirkt. Habe ich bei der ersten Chemo auch nicht gemerkt, und bei der Bestrahlung erst, als ich offene Hautstellen hat. Man wird sehen, es wird schon kommen was kommen muss.

Wir albern bei der Arbeit ziemlich rum, und ich denke mir, wie schön es wäre, wie unbeschwert, wenn nicht immer mein Krustentierchen im Hinterkopf dabei wäre.

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