Einmal mehr

lande ich im PetCt.

Diesmal harzt es ein wenig. Zuerst  Mal wollte man mit der falschen Nadel meinen Port anstechen. Ich weiss mittlerweile, wie lang das Ding sein muss, (die Nadel, nicht der Port)  werfe einen Blick drauf, und meine „Die wird zu kurz sein“. Ich weiss auch nicht warum, aber grundsätzlich wird mir nicht geglaubt, wenn ich den weissen Herrschaften etwas sage (Ausser Onki, er nimmt mich für voll). Also flugs mein Protokoll vom Port hervor geholt – darauf steht es klar und deutlich – eine längere Nadel muss her. Die Nadel ist drinnen – aber es kommt kein Blut. Ich weiss, hierfür muss ich mich auf die rechte Seite drehen, hoch das Köpfchen, und einatmen wie bei einer Besteigung eines Berges. Es kommt noch immer nix. Ich will nicht immer dreinqatschen, meine trotzdem ganz, ganz höflich, dass man zuerst meist den Port spühlt. Aha, also Nadel wieder raus, eine neue Nadel muss her, die Zuleitung aufgefüllt mit Spüli – und wieder rein damit. Es spült – es blutet, wie es sein soll.

Währenddessen versucht man an meinem Mittelfinger Blut zu kriegen. für Blutzucker und Nierenwerte. Offensichtlich habe ich heute gar keine Lust, freiwillig etwas von meinem Saft herzugeben. Oder vielleicht habe ich auch gar keinen mehr, bin quasi leer? Wer weiss??

Der rechte Mittelfinger gibt nichts her, man massiert und drückt auf meiner Hand rum, dass es schon weh macht. Mann versucht es links, auch hier, massieren und quetschen. Weil ich ja nüchtern erscheinen musste, habe ich heute noch nichts getrunken. Die Niere braucht gewissen Druck (?), und wenn man nichts drinkt holt sie sich diesen mittels Blut. So ganz verstehe ich das auch nicht, aber das wurde mir so erklärt. Auf jeden Fall, Blutzucker und Nierenwerte sind top!! Immerhin

Ich weiss jetzt auch, warum ich immer mit so wunderbar vorgewärmten Decken zugedeckt werde, wenn es in’s PetCt geht. Hat der Mensch kalt, beginnen die Muskeln zu zittern, und so würde die Glucose von den Muskeln verbraucht werden – und sich nicht in den Tumorzellen anreichern.

Ich höre Diskussionen vor der Türe. Irgendwas will nicht wie es soll. Dabei döse ich dank warmer Decken schon fast ein. Die Türe geht auf, und ein Mitarbeiter der Radioonkologie kommt mit einem kleinen Metallkoffer herein. Aha? Der Infusionsautomat will nicht, also wird mir die Glucose von Hand gespritzt. Sie befindet sich in einem messingfarbenen Metallzylinder. Mir scheint, der Mitarbeiter hat ziemlich Respekt vor dem Medi. Na geh, wegen ein bisschen Radioaktivität? Wieviele Leute wissen, dass es natürliche Radioaktivität gibt? Und das bei jedem Flug die Strahlung erhöht ist??

Nach rund 50 Minuten geht es auf zur Röhre – nur, diese ist noch nicht auf Betriebstemperatur. Als sie hochgefahren wird, klingt es wie die Beschleunigung eines Autos, Fliegers, jedenfalls etwas mit einem Verbrennungsmotor. Ich weise auf meinen Knoten am Hals hin, und dass man dort vielleicht ein bisschen besser kucken sollte. Mal schauen.

Nach rund einer halben Stunde ist’s erledigt  – und ich fahre nach Hause. Nun also warten. Wieder einmal.

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