Geschafft

Nach über 30 Jahren schaffe ich es doch noch einmal Weichnachten dort zu verbringen, wo ich aufgewachsen bin.

Der Schnee lässt zu wünschen übrig, auch sonst ist es nicht wirklich kalt.

Nicht kalt ist gut in meinem Fall, da meine Haarpracht schon lange keine mehr ist. Bitte, bitte nicht, nicht ganz ausgehen. Weil es halt gar kalt ist so ohne Haare. Und meine zwei Perücken (welche ich selbstverständlich aufbewahrt habe) halten meinen Kopf nicht warm, gar nicht warm.

Ich habe fast alle Medis dabei, aber natürlich auch eines vergessen. Eigentlich nicht vergessen. So geht es einem, wenn man angeblich mitdenkt. Natürlich brauche ich es hier. Also rein in die nächste Apotheke und her damit. Das es rezeptpflichtig ist weiss ich gut zur Seite zu wischen, und so erhalte ich es auch anstandslos – und bin platt, wie teuer das Zeugs ist. Im Ausland geht es ja nicht, dass ich es mit meiner Krankenkassekarte abrechnen lasse. Werde ich es zu Hause mittels Rechnung zurück fordern. Die Apothekerin ist nett, und fragt, ob ich noch was benötige. Doch, schon, ich strahle sie dabei an, und meine, sie wird es kaum haben. Hat sie auch nicht. So die nahrhaften Sachen haben sie selten an Lager. Aber passt schon.

Mit Onki bin ich auch in Kontakt, und mit einem Augenzwinckern schickt er mir Antworten. Er kennt mich, und weiss, wenn ich drum herum schreibe, dann bin ich ein wenig am beichten. Ist auch gut, so wie es ist. Das wird mein Luxusbody schon aushalten. Muss er ja auch. Notfalls weiss ich, er würde mir ein Rezept schicken, da kann ich auf ihn wunderbar zählen.

Die Tablettenchemo nervt ein bisschen. Drei Mal täglich das Zeug runter, und so hin und wieder vergesse ich das Glump. Und manchmal lasse ich es auch Onki wissen. Wird schon nicht so schlimm sein.

Im Grossen und Ganzen ist alles fein, die Haare sind dünn, dass tut ja nicht weh, die Mitesser gehen dank Antibiotika zurück, und solange es nützt schlucke ich das Zeug.

Also, keinen Grund zum jammern. Bebelie hat doch jeder von uns.

Und dann muss ich natürlich wieder mal reisen, denn, wie hat mir eine Bekannte kürzlich gesagt:

Reise vor dem Sterben, sonst reisen deine Erben.

Ich wünsche meinen Mitlesern ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest.

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s