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Mein Onkibesuch ist hinter mir, und nun weiss ich mehr. Nicht der lausige Zustand meiner Knochen sondern die böse Chemo verschandelt mein Blutbild. Vielleicht, also, es könnte sein, dass auch der etwas lockere Umgang mit der Einnahme meiner Minz einen Einfluss auf das ganze hat. Onki teilt mir mit, dass meine Minz sehr viel stärker wirken, wenn ich sie mit dem Essen einnehme. Ok, es wurde mir schon gesagt, ich solle es vor oder nach einem „leichten“ Essen nehmen, aber ich war da recht flexibel, gebe ich zu. Und irgendwie bin ich auch immer davon ausgegangen, dass Medis auf nüchtern Magen stärker wirken. Mein Minz nicht! Kann ich doch nicht wissen. Auch mit den Antibiotika habe ich wieder begonnen. Nachdem ich diese einen Monat genommen habe dachte ich, es kann nicht schaden, mal eine Pause zu machen. Und angeblich hätten sie keine massiven Nebenwirkungen. Natürlich erhalte ich mal wieder mehr oder weniger unnütze Hinweise, dass ich unbedingt etwas „naturheilendes“ nehmen muss, wenn ich mir so lange Antibiotika rein ziehe. Muss ich? Nein, ich finde nicht. Wenn mir Onki sagt, es sei mit keinen, oder nur wenigen, Nebenwirkungen zu rechnen glaube ich grundesätzlich mal dem Akademiker.

Vereinzelt wurde mir schon durch die Blume angedeutet, dass ich meinem Onki zuviel ungesehen glaube. Mag sein. Andererseits, was ist meine Alternative? Ich habe keinerlei medizinische Ausbildung, (die netten Leute, welche mir Tipps geben übrigens auch nicht), und alles, was mir mitgeteilt wird, kann bei jeder Person anders wirken. Und ich behaupte mal, soooo schlecht fahre ich nicht mit Onkis Unterstützung. Aber natürlich, die Naturheilmedizin hatte ja in den letzten Jahren enormen Aufschwung. Und mir fällt auf, es kommt auch sehr darauf an, wo man mit den Leuten spricht. Die alternativ Medizinier wollen ja auch leben. Man hört immer nur, wie die Naturmedizin dort und da geholfen hat. Ein kleiner Artikel in einer seriösen Zeitung hat mich wissen lassen, bei rund 50% nützt diese nichts. Aber das macht man natürlich nicht gross publik, man will ja nicht einem ganzen Geschäftszweig das Leben schwer machen.

Kann mich halt noch immer nicht damit anfreunden, dass ich „zur allgemeinen Stärkung“ etwas einnehmen soll. Ein Arzt verschreibt einem ja auch nicht auf die schnelle ein Aspirin, falls man mal Schmerzen kriegen sollte. Das gäbe vermutlich eine Mordsschlagzeile in div. Zeitschriften.

Bis auf weiteres bleibe ich Onki und seinen Aussagen treu.

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