Archiv | März 2020

Kontrollen

stehen jetzt zwei Mal die Woche an. Jedesmal wird mir Blut gezapft, jedesmal über den Port. Die Haut darüber schimmert schon ein bisschen blau. Armer Kerl. So oft in so kurzer Zeit wurde er noch nie gefordert. Aber er tut brav seinen Dienst.

Mein Herz wird auch wieder beultraschallt. Irgendwann sage ich zu meiner Herzdame, dass sie doch einen recht langweiligen Job hat. Sie findet es hingegen sehr aufregend, könnte ewig an einem Herzen rum schallen. Ich weiss nicht, was die Weisskittel immer auf den Ultraschallbildern sehen. Für mich ist dies nur grau in grau wie ein verregneter Novembertag. Sie verschwindet mit den Bildern, um diese mit einem Kollegen zu besprechen. Zuerst sitzte ich noch auf der Liege rum, aber es wird mir zu langweilig und wieder hingelegen und fast gelingt es mir, einzudösen. Und natürlich, gerade als ich wegschlummere kommt sie wieder rein und kündet noch ein EKG an. In einem anderen Zimmer werde ich verdrahtet und ruckzuck gibt es noch ein Echokardiogramm. Es gibt noch etwas zu besprechen, denn ich werde in ein Zimmer mit rundem Tisch und sechs Stühlen geführt. Ich setzte mich nicht sondern werfe mal einen Blick auf die aufgelegten Broschüren. Meine Nerven, wusste gar nicht, dass ein Herz so dermassen viel Zickereien auf Lager hat. Nicht nur Herzinfarkt, Kammerflimmern. Da sind rund zehn Wehwehchen zu belesen.

Meine Herzdame kommt mit ihrem Vorgesetzten. Ich lasse die Beiden wissen, dass ich überrascht bin über all die Bebelie, mit welchen einem das Herz das Leben schwer machen kann.

Beide stecken sie hinter Masken, und so kann ich sie nicht recht einschätzen. Herzbube beginnt zu sprechen und ich erlaube mir, ihn zu unterbrechen. Name und wer er ist? Er stellt sich vor und meint, ich hätte ihn vor zwei Wochen schon kennen gelernt. Ups! Aber zu meiner Verteidigung, ich sehe ja nur seine Augen.

Er beginnt mit Grabesstimme zu sprechen. Seine Augen sind nicht von Schalk durchzogen. Ob ich das Gefühl von Herzrasen hätte? Oder unregelmässigen Herzschlag? Oder? Oder? Oder? Nichts von alledem. Atembeschwerden, ja, aber diese führe ich auf meine Lunge zurück.

Auf jeden Fall, man hätte da ein kleines Zipfelchen an meinem Herzen gefunden, welches nicht recht tut wie es soll. Und weil vor drei Wochen mein Puls mehr als hoch war, kann man nicht genau sagen, ob dieser kleine Fehler schon das letzte Mal da war, oder ob es schlichtweg nicht sichtbar war.

Wenn es mir recht wäre, bzw. wenn ich damit einverstanden wäre, würden sie mich gerne in zwei, drei Wochen nochmals kontrollieren. Klar, kein Problem, bin ohnehin im Spital wegen meiner Studie. Ja, es sei eben dank Corona so, dass sie nicht mehr aufbieten dürfen, wenn es nicht unbedingt nötig sei. Also Besprechungen usw. wenn immer möglich via Telefon, Mail, was auch immer. Wie gesagt, ich bin ohnehin hier, und so kann ich nach der Onkologie auch noch einen Schwenker zu Herr und Frau Kardiologie machen. (Wenn ich so weitermache, habe ich gute Chancen, mal jeden Facharzt abgegrast zu haben….).

Herzbube meint, er kenne sich nicht aus mit den Zytostatiken, dem Studienmittel und was diese Globulis alles anrichten können, und werde daher mit MPi Kontakt aufnehmen. Er darf doch nie  sagen, dass er etwas nicht weiss! Er muss doch als Arzt stets allwissend und überzeugend auftreten, teile ich ihm mit. Sehen kann ich es nicht, aber ich höre ihn lachen, und auch seine Augen tun es.

Wir reden darüber was sein könnte. Ich erzähle, wie es bei mir gesundheitlich aussieht. Eine Operation am Herzen kommt für mich nicht in Frage. Ja, wenn mein Körper ansonsten fit wäre würde ich grünes Licht geben für alles, was nötig ist, damit meine Pumpanlage auch 1a funktioniert. Aber so? Nein. Meine Aussage, dass ich mich schon länger darauf gefasst mache, dass irgendwann mein Verdauungstrakt auch Scherereien macht lässt ihn ziemlich konsterniert dreinschauen. Aber so ist es nun mal. Wie lange funktoniert es noch? Wie oft habe ich mich das schon gefragt?

Ob ich wisse, bzw. informiert worden bin, bei welchen Beschwerden ich mich melden müsste,  und ob ich eine Kontaktnummer hätte, und auch, ob ich informiert worden wäre, wie das mit meinem Studienmittel sein „könnte“. Ja und ja. (Seit vier Jahren ist das so). Und ja, in den Unterlagen zum Studienmittel war eine halbe A4 Seite mit möglichen Nebenwirkungen welche mit dem aussagekräftigen Satz geendet haben „kann auch bis zum Tod führen“. Herzbube- und Dame sehen sich an, und ich merke, sie wissen nicht, wie reagieren. Still frage ich mich, sind wir Tumorpatienten so viel anders wie Menschen mit Herzproblemen? Oder reden wir offener über Probleme usw.?

Zum Schluss werde ich noch gefragt, ob ich damit einverstanden bin, wenn mich die Beiden weiter behandeln würde. Aber ja. Sehr oft werde ich gefragt, überall, ob ich mit den geplanten Sachen, Vorgängen usw. einverstanden bin. Es käme mir wirklich nicht in den Sinn, einen Arztwechsel zu verlangen. Warum auch? Und wenn immer ich noch Fragen habe oder Probleme, ich solle unbedingt anrufen.

Noch nicht mal eine Corona Krise bringt meine behandelten Ärzte soweit, mir zu sagen, bleib zu Hause, wir machen später weiter. Ist es wirklich so ernst? Das stinkt mir, ehrlich gesagt.

Nachdenklich

Corona überall.

Ich beginne wie damals bei der Vogelgrippe, Leute zu fragen (am Telefon!!), ob schon jemand einen betroffenen Fall in seinem Bekannten-Verwandten-Kreis hat. Eine Kollegin bejaht dies, ein Lehrerehepaar, mittlerweile genesen.  Irgendwie habe ich das Gefühl, die Medien wollen uns klar machen, wir werden dahingeraft. Seriöse Internetseiten zeigen es klar auf, 80% der Erkrankungen verlaufen leicht bis sehr leicht.

Es ist brutal ausgedrückt, aber ich schreibe es trotzdem. Nun kommt natürliche Selektion zum Tragen. Und ja, auch ich gehöre dazu. Wäre ich fünf Jahre früher erkrankt, wäre ich vermutlich nicht mehr hier, weil meine Medis zum Teil noch gar nicht zugelassen waren. Und Dank dieser Medis bin ich noch hier. Mit grösster Wahrscheinlichkeit.

Wir leben mit einer Selbstverständlichkeit, dass uns die Medizin durchschleppt, bis ins hohe Alter, bis ins sehr hohe Alter.  Und natürlich, niemand, ich auch nicht, will mit dem Gedanken leben, man lässt mich sterben, weil ich alt bin, weil ich medizinisch gesehen ein rettungsloser Fall bin. Ist mein Gedanke so abwegig? Mir wird ein, dank Krebs, bevorzugte Behandlung auch nichts nützen. Meine Lunge ist angeschrammt, ob sie COVID-19 einfach überstehen wird? Ich weiss es nicht. Auch frage ich nicht beim MPi nach. Woher soll er es wissen?

Gehe immer noch davon aus, wenn es mich erwischt, dass auch dies vorbei gehen wird. Warum glaube ich daran? Weil anderes Gedankengut mir nicht gut tun würde, weil Angst nicht hilft, weil es keine Hilfe ist, wenn ich mir ausmale, was wenn.

Die wirtschaftlichen Folgen werden enorm sein, keine Frage. Trotzdem frage ich mich, ob es wirklich sein kann, dass so viele Menschen nach nur einem Monat ohne Ennahmen bereits in seriöse Geldschwirigkeiten kommt? Hier sage ich mal ganz provozierend, so lange der Mensch darüber noch jammern kann, ist es wohl nicht so schlimm.

Ich verbringe den Tag lieber mit Gedanken, wen könnte ich wohl wieder mal treffen, anrufen? Was könnte ich nach der Krise machen? Solange ich keinen Grund habe, mich seriös zu Sorgen, mache ich es auch nicht. Machen, was ich kann, nämlich zu Hause bleiben und fertig und aus. Und wenn es doch sweit kommt, dann hat es wohl so sein sollen.

Aber nein, ich glaube nicht daran. Ich habe vier Chemos gut überstanden,  die fünfte abgebrochen zugunsten Studie, mehrere OPs überstanden die Bestrahlung war ein Luder, ist aber auch vorbei gegangen, zwei Thrombosen, Magengeschwür, usw. usf.

Und, ganz wichtig, ich erspare mir grösstenteils die Neuigkeiten, Medien. Was soll ich daraus noch „lernen“? Mit meinem Arbeitgeber bin ich im Kontakt, aber auch hier ist es mehr Informationsaustausch, aktiv etwas beeinflussen kann ich nicht.

Ich igle mich zu Hause ein, lasse die böse Welt draussen, und glaube und hoffe – es wird wieder besser werden.

 

 

Weiter

Wie die meisten sitze ich zu Hause. Nicht besonders prickelnd. Vielleicht habe ich da ein wenig mehr Übung Aber da müssen wir durch. Und zwar alle!

Die reisserischen Schlagzeilen der dritt-klassigen-möchte-gern-Nachrichten-Zeitungen erspare ich mir. Mit ein bisschen Grütze im Hirn sollte es mittlerweile doch jedem klar sein, dass zu Hause bleiben momentan nicht ganz das Schlechteste ist. Man kann nun noch ewig vor sich hinjammern, ändern wird das auf die Schnelle nichts. Mein Vorschlag wäre doch, lieber mal zu überlegen, was machen, wenn wieder die Normalität einkehren wird. Und sie wird. Nicht heute oder morgen, aber sie wird.

Vereinzelt komme ich auch ins Schmunzeln. Es gibt Frauen, welche mir ihren Mann offerieren, um mit mir ins Spital zu fahren. „Dann ist er mal ausser Hause“. Ja, ich gehe davon aus, es wird Scheidungen geben, oder aber Babyboom.

Mein prickelndes Leben wir momentan aufgepeppt von den Spitalbesuchen. Immer noch sind diese zwei Mal wöchentlich. Blut wird immer gezapft, ziemlich viel, da ja auch das Zentrallabor wissen möchte, wie es mir geht. Heute war noch EKG dran, nächstens kommt ein Herzultraschall. Dieser muss innert sieben Tagen vor einer Dosis gemacht werden. Blutdruck ist gut, aber mein Puls. Zu hoch. Sehr viel zu hoch. Ich grüble. Weil ich ein zu grosses Herz habe? Die Sauerstoffsättigung ist ok. Also, warum pumpt das Teil wie blöde? Mal MPi fragen. Er ist bei unschönen Sachen etwas direkter als Onki. Onki hat oft und gerne verbal noch drei Geschenksmascherl drum herum gebunden, bevor er etwas raus lies. MPi meinte heute ganz locker, ja, liegt absolut im Bereich des möglichen, dass dort, wo meine Ableger in den Knochen auftreten, dass sich da mal ein pathologischer Bruch ergibt. Super! So wie ich vom PetCt her weiss, schleichen diese ziemlich dicht in meinen Knochen rum. Wenn das nicht Freude macht.

Ich muss MPi versprechen, dass ich ihm „früh genug sage“, wenn die Lunge wieder Ungemach macht und ich entweder Wasser abziehen lassen möchte oder eben doch Pleurodese. Also, so, drei, vier Tage würde er schon brauchen, um alles zu organisieren. Das finde ich mehr als aufmerksam. Und ich beruhige ihn, dass mir das schon klar sei. Wie ich schon ein paar Mal geschrieben habe, als Krebspatient sind die Wartezeiten bei jedwelchen medizinischen Eingriffen und / oder Behandlungen doch sehr kurz.

Habe mich heute nochmals schlau gemacht wegen Studie und Dosis. Begonnen wurde  bei verschiedenen Teilnehmern mit 0.5gr pro kg Gewicht. Bei mir ist man nun bei 8gr pro kg Gewicht. Ziel wird sein 8 – 12 gr. Es wird bei mir ausgeschlossen sein, dass ich mal 12gr erhalte, ist verboten. Wenn man I-Phasen-Patient ist, und dies aus einem Grund abgeschlossen wird, werden muss, kann man nicht an III-Phasen teilnehmen. Ist ausgeschlossen. Habe recht schnell gemerkt, dass es nichts nützt, wenn ich mir meinen Mund bei MPi fusslig rede. Er ist seit über zehn Jahren in der Forschung, und scheint ziemlich sicher zu sein, bei dem, was er tut. Einerseits gut für mich, andererseits, da ist nichts zu machen, ich habe da null und nix Einfluss drauf.

Entmündigt, quasi.

Keine Pleurodese

So wirklich was Neues habe ich nicht zu schreiben.Das Mittelchen scheine ich immer noch gut zu vertragen, dort und da einen misslich juckenden Ausschlag, welchen ich mit einer Kortisonsalbe niederschmiere. Aber sonst ist gut. Auch mit meiner Lunge geht es wieder gut, will heissen, kein Wasser mehr absaugen. Also, Wasser haben wir natürlich schon drauf, aber einfach nur so reinstochern, wenn es mit dem Atmen noch recht gut geht – nein, dass lasse ich nicht zu. Und alle sind sie sehr verständnisvoll. Wenn ich sage, brauchen wir nicht, da wird dies nicht hinterfragt. Und ich könnte jeder Zeit Meldung machen, wenn es doch nötig ist, oder wird. Der Eine oder Andere war recht überrascht, dass ich die Pleurodese abgesagt habe, immerhin habe ich bereits das schriftliche Aufgebot zu Hause. Zuallererst bin immer noch ich diejenige, die das Ok gibt, geben muss, wenn wieder mal irgendwo geschnetzelt und geschnitten, gestochert und gestochen, was weggeschnitten, was eingesetzt, was verödet, verklebt oder und wird.  Momentan passt dies schon mit meiner Lunge.

Ein Mail meines MPis hat mir schriftlich klar gemacht, dass ich Hochrisikopatient bin (ist ja nun nichts Neues), und nun offiziell nicht mehr zur Arbeit darf. Nicht das ich noch sehr oft im Büro anzutreffen war. Auf jeden Fall sind Menschen wie ich entweder mit Homeoffice (wenn das nicht das Wort 2020 wird….) zu beschäftigen, oder freizustellen, bei vollem Lohnausgleich. Das ist mein liebster Satz. Aber ich muss schon sagen, meine Firma ist sehr besorgt um ihre Mitarbeiter. Da hört man in den Medien schon andere Sachen.

Aber die Medien. Wenn sie nur die Stimmung anheizen können. Ungefiltert könnte man tatsächlich glauben, es handelt sich um einen absolut tödlichen Virus, und jeder und alles stirbt daran. Ja, natürlch, es sterben anteilmässig viele daran, aber absolut oder relativ gesehen, das sin doch zwei ganz verschiedene Betrachtungsweisen.

Nun schieben also recht viele Panik. Schiebt auch jemand Panik, wenn die Forschung sagt, dass man noch zwei, drei Antibiotika in Reserve hat? Wenn die Menschheit auch dagegen  ressistent wird, dann, ja dann sterben wir wieder an einer bakteriellen Lungenentzündung, an all die Sachen, welche wir heute mit den kleinen Helfern niederwälzen, mit einer Selbstverständlichkeit, die schon unglaublich anmutet. Und immer noch kenne ich Menschen, welche bei einer Erkältung Antibiotika schlucken, weil man es sich doch als Selbstständiger nicht leisten kann, krank zu sein. Und es gibt Ärzte, die es verschreiben. Bei einer Kollegin habe ich mal Medis auf dem Tisch gesehen, für mich sehr bekannt aussehende Medis. Es war Penicilin. Der Kollegin war gar nicht bewusst, was sie da hatte. Und ich bezweifle, dass sie weiss, dass sie es bis zum Schluss nehmen muss. So züchtet man sich gezielt eine Resistenz, und ist das nächste Mal wohl überrascht „das ja eh nichst nützt“.

Bei COVID-19 nützt das so oder so nicht, weil es ja viral bedingt ist.

Sind wir wirklich überrascht, dass da mal was kommen kann, dass uns ein wenig in die Knie zwingt? Gehen wir immer noch davon aus, dass uns die Medizin vor allem schützen kann. So naiv kann man doch nicht sein, oder? Gerne auch schieben wir die Eigenverantwortung ab, in diesem Fall an den Staat, der Weisungen raus geben soll. Muss ich wirklich auf die offizielle Ausgangssperre warten, bis ich entgültig zu Hause bleibe und mir selber genug bin?

Na ja, auf die Gefahr hin, dass das ziemlich grossspurig klingt, so wirklich Sorgen macht mir COVID-19 nicht. Das positive daran sehe ich auch, die Autobahn ist frei, wenn ich ins Spital muss (Krebsbehandlungen werden nicht ausgesetzt), Parkplatz ist auch genügend vorhanden, das ist doch schon mal angenehm.

Einzelzimmer gesichert

Rechtzeitig liege ich wo ich soll, um mit der Studie zu beginnen. Zuerst mal wird, was sonst, Blut genommen. Über den Port, dass geht 1a. Mein lieber, guter Port, erst einmal hat er mich im Stich gelassen. Nun warten, ob meine Blutwerte stimmen. Wir beginnen mit dem Kortison, intranvenös, und in ausreichender Menge. Und wieder warten. MPi kommt und meint, ich ess‘ zu wenig, man sehe es im Blut. Und flugs kommt er mit hochkalorischen, (nein, nicht cholerisch!) Eiweiss angereicherten, medizinischen Drinks daher. Ich versuche einen und es ist einfach nur widerlich. Wir beginnen mit dem Studienmittel

Alles ruhig, alles gut. Nichts passiert. Muss noch sechs Stunden bleiben, und mir wird stündlich Blut genommen und Blutdruck gemessen. Weil mir gar langweilig ist, laufe ich auf dem Gang ein wenig hin und her. Auf der anderen Seite des Ganges ist die reguläre Onkologie wo die Chemopatienten aufgereit liegen. Sind schon einige mehr wie bei Onki. Und zum Teil sind sie sehr, sehr aggressiv, kriege ich mit. Ich plaudere mit einer  Chemodame, und sie bestätigt mir, ja, Aggressivität kann schon sein. Ist meist auch Ausdruck von Hilflosigkeit. Mir muss auch noch ein zweiter intravenöser Zugang gelegt werden, da das Blut an zwei verschiedenen Stellen abgenommen werden muss. Kann man mich nicht schütteln wie einen Cocktailshaker, damit sich alles gut durchmischt in meinem Körper? Und hier kommen meine Rollvenen wieder ins Spiel. Die erste Dame versucht es mutig an zwei Stellen, negativ. Die zweite Dame sieht sich das Ganze an und ruft schlussendlich eine ehemalige Mitarbeiterin der Anästhesie zur Hilfe. Nach nur drei Versuchen sitzt der Venflon.

Nach den besagten sechs Stunden kann ich aufs Zimmer. Eigentlich fühle ich mich absolut fit zum Laufen. Einzig, der Christbaumständer mit der NaCl Infusion überzeugt mich, doch einen Transport in Anspruch zu nehmen. Und doch, ich komme mir ziemlich dämlich vor in so einem Rollstuhl. Unterirdisch geht es zügig dahin. Mein Rollstuhl wird von hinten praktisch eingeklemmt, und mit einem kleinen Fahrzeug geht es hurtig in ein anderes Gebäude. Zu Fuss hätte ich nach draussen gemusst, und so ist es doch sehr viel praktischer.

Ich werde bereits erwartet. Überrascht mich auch nicht, habe gehört, wie „meine“ Chemodame etwa fünf Mal mit der Station telefoniert hat und mich angekündigt hat, was ich für eine Behandlung hätte, was man mit mir machen muss und und und. Als Tumorerkrankter hat man ohnehin schon eine Vorzugsbehandlung, wie ich in den letzten Jahren festgestellt habe. Nun bin ich irgendwie ganz oben angekommen. Da muss nicht mehr gewartet werden, nein, man wartet auf mich.

Auf dem Einzelzimmer kommt ein schnukeliger Pfleger und checkt mich durch, will heissen, Vitalwerte, Puls, Blutdruck, Herzschlag, Sauerstoffsättigung, Blutentnahme und Temperatur. Und die Temperatur bringt die Maschinerie richtig zackig zum laufen. Verdacht auf  COVID-19. Hui, hui, hui, ein Wagen kommt ins Zimmer mit Schutzmäntel, (zum Einweg Gebrauch), Schutzbrille und Schutzmasken. Ein Abstrich wird genommen, hoch in die Nase, dass man das Gefühl hat, das Ding kommt im Hirn wieder raus. Meine Zimmertüre wird aussen mit „Isolation“ markiert, und ich muss im Zimmer bleiben, bis zum Ergebnis des Testes. Sobald jemand ins Zimmer kommt setzte ich mir eine Schutzmaske auf. Blut muss mir auch genommen werden, und zwar an zwei Stellen, Port und über den Venflon. Dieser tut aber nicht mehr wie er soll, rein kann man Zeugs spritzen, raus kommt nichts mehr. Mein Pfleger versucht es an zwei Stellen, negativ, seine Kollegin stochert auch noch rum, wieder nichts. Und plötzlich schielt sie auf meine Beine, bzw. Fuss. Ob sie da mal dürfte…..?? Am Fuss? Seit wann das denn?? Ja, dass hätte sie schon öfters gemacht. Weil ich nicht davon ausgegangen bin, dass man sich an meinem Körper von oben bis ganz nach unten durcharbeitet sind meine Beine mit einem gepflegten Winterpelz bedeckt. Wie peinlich ist das denn! Nun, Blut müssen sie haben, meine Venen sind für die Tonne, also los, dann halt am Fussrücken mal angezapft. Und es klappt.

Teilweise piepst der Automat neben mir – zu hoher Puls, wohl schon gefährlich hoch. Manchmal piepst es aber auch, da die Sauerstoffsättigung zu niedrig ist, gefährlich niedrig.  Mein Pfleger bietet mir Sauerstoff an, und, ja bitte. Weil ich ja weiss, dass ich wieder Wasser auf der Lunge habe weiss ich auch, dass es mit dem atmen mühsamer wird. So Sauerstoff in die Nase geblasen, dass kann einen schon die Illusion von einem Bergsee an einem Frühlingsmorgen bringen. Es ist ganz wunderbar.

Irgendwann kommt noch was zum Essen. Alles in allem wird drei Stunden an mir rumgetestet, gestochen, Infusion ran, stündlich testen. Ich habe zu gegebener Zeit einfach mal hingehalten und mitgemacht, diskutieren bringt ja nun gar nichts.  Meine Medis kommen auch zur Zeit. Und MPi zeigt sich auch noch, bevor er nach Hause geht.

Die Nacht ist wunderbar. Trotz Kortison. Es war so ziemlich das einzige, worauf ich beharrte. Gebt mir was zum Schlafen, egal was. Und irgendwie haben sie mich richtig ausgeschaltet. Zusätzlich der Sauerstoff. Schon lange nicht mehr so gut geschlafen.

Am Morgen kommt das Frühstück und gleich dazu mein MPi. Ja, also, eigentlich geht es mir gut. Ok, das mit dem atmen, aber das ist ja nun ein alter Hut. Und ich glaube auch nicht das mich COVID-19 erwischt hat. Nicht nur er, eigentlich alle, sind der Meinung, dass es mit 99%-iger Wahrscheinlichkeit negativ ist. Und wenn auch positiv. Ich habe andere Sorgen. Nützt das Studienmittel etwas? Werde ich es vertragen? Und wenn nicht, zurück zu Onki und wieder Chemo? Wenn, bzw., da wieder Wasser auf der Lunge, wann kann ich eine Pleurodese machen. Vorher muss nochmals punktiert werden. So kann ich nicht nach Hause, dass Wasser muss weg.  Und schlussendlich auch noch, wann wird mich mein Krabbler in die Knie und zu Boden zwingen?

Mittlerweile hänge ich an Penicillin. Weil ich Fieber habe, vermutet man irgendwo eine Entzündung. Bakteriell oder viral, egal, bei Leuten wie mir fackelt man nicht lange, klärt nicht lange ab, da gibt man Mittel, von denen man annimmt, sie (könnten) helfen. Das wäre dann die vierte Anntibiotika – Kur in zwei Jahren. Krabbler sei Dank. Mein Leben davor hat praktisch ohne statt gefunden. Ich gelte als Hochrisikopatient, und da läuft es dann schon ziemlich wie am Schnürchen, kann man nicht anders benamsen.

Eine Visite, bestehend aus dem leitenden Arzt und noch ein Weisskittel, kommt auch mal am Vormittag. Es ist etwas mühsam mit jemanden zu sprechen, wenn drei viertel des Gesichtes bedeckt sind. Aber, was soll’s. Ich lasse wieder verlautbaren, dass es mir eigentlich gut geht, dass ich nicht glaube, mir den Virus eingefangen zu haben, und wenn auch, dass es mir nicht so grosse Sorgen macht. Weisskittel der Zweite lacht, und meint, ich nehme dies aber locker. Ja, ich habe und hatte andere Sorgen. Sie ziehen ab.

Mittagessen rollt an. Ist schon etwas öde, wenn das Essen die einzige Abwechslung ist, die man im Tag hat. Zwischendurch döse ich ein wenig vor mich hin. Plötzlich steht jemand im Zimmer und meint, wir könnten uns zur Lungenpunktion auf den Weg machen, ob ich laufen könnte? Ja, kann ich, so trotten wir los. Es ist mittlerweile das vierte Mal, und so weiss ich ja, was auf mich zukommt. Allerdings ist es das erste Mal, dass vor mir jemand steht, und mit die Pfötchen hält. Narkosespritze rein, und mein rechtes Bein zuckt aus. Scheint so, als ob sich da ein Nerv vor die Spritze geschummelt hat. Wasser kommt raus, und irgendwann ist wieder fertig. Die betreffende Dame kommt mich abholen und betritt den Raum mit dem Satz „Sie sind negativ“. Ich antworte nicht, ich streife mir die Maske ab. Reicht auch so.

Ich bleibe noch eine zweite Nacht. Mein schnuckeliger Pfleger vom Abend vorher kommt auch wieder, und wir plauschen ein wenig miteinander. Irgendwann muss er doch wieder an die Arbeit, und ich horche am Kopfkissen.

Der leitende Arzt der Station kommt mit meinen Austrittspapieren. Ob ich ein Arbeitszeugnis brauche, er hätte eines dabei. Danke, ist nett, aber das mache ich dann monatlich mit MPi. Und dann hätte er mir noch ein Rezept für Medis die ich nehmen muss, und Medis für auf Reserve. Das hingegen nehme ich gerne an. Einen Austrittsbericht hat er auch noch, welchen er an meinen Hausarzt schickt. Dann blauschen wir noch ein wenig über die Corona – Welle und er verabschiedet sich. Ich ziehe mich an, verabschiede mich im Schwesternzimmer und mache mich auf den Weg zur Apotheke. Ja, also, das Penicillin reicht nicht für die nötigen Tage. Doch, tut es, weil wir letzte Nacht um vier Uhr damit intravenös begonnen haben. Und den Magenschoner sollte ich auf einen reduzieren. Kaum, weil ich ein 12-Finger-Darm-Geschwür habe, ich zusätzlich noch Blutverdünner nehme, wir so verhindern wollen, dass dieses wieder zu bluten beginnt, und ich vermutlich noch einen stillen Reflux so wie eine gereizte Magenschleimhaut habe. Aha! Als sie mir noch erklären will wie das mit den Blutverdünnern läuft lehne ich mich nach vor und meine, ich will jetzt nicht wichtig tun, aber seit rund vier Jahren weiss ich schon was ich wie nehmen muss, und dass ich froh wäre, wenn sie mir einfach meine Medis gibt. Oh, ja dann, sie sei dankbar für den Hinweis, aber sie müsse die Patienten halt aufklären. Ja,weiss ich schon, schätze ich auch, aber irgendwann ist es genug der Aufklärung. Wir verabschieden uns friedlich.

Eine liebe Kollegin kommt mich holen. Zu Hause packe ich nicht alles aus, weil ich weiss, dass ich in ein, zwei Wochen wieder ins Spital muss, für die Pleurodese. Für die Studie ohnehin alle vier Tage.

Mal schauen, wie die nächsten Wochen, Monate vergehen….

 

Passt

Die Untersuchungen für die Studie haben statt gefunden. Allerlei wurde gecheckt, ich wurde ziemlich durchgefilzt. Blut sowieso, Vitalwerte, ins CT, ein EKG, ein Echo auch. Und so hat man auch dies und das zusätlich gefunden. Natürlich. Alles andere wäre ja ein Wunder.

Mein Herz ist vergrössert, ich tippe mal als Nebenwirkung der Chemo da mein Blutdruck in Ordnung ist. Mein Puls hingegen ist kriminell hoch. Das wiederum wird sein, weil ich wieder Wasser auf der Lunge habe. Und weil die Lunge den Sauerstoff nicht ausreichend ranschaufeln kann, muss das Herz das Blut öfter auf die Reise schicken. Das da wieder Wasser rum schwappt wo es nicht soll war mir schon klar. Die Schnauferei war inzwischen schlimm geworden. So beblinsel ich MPi so gut es geht, damit er mir noch am selben Tag einen Termin bei den betreffenden Pleumis macht. Habe aber leider vergessen, dass nicht gestochert wird, bzw. Wasser abgesaugt wird, wenn man auf Blutverdünner macht. Na ja, MPi und Onki planen, machen und tun, und so wird am nächsten Tag wieder an schon gehabter Stelle das Wasser abgesaugt, NACH absetzen der Blutverdünner. Prima! Ganz prima ist das, wenn man wieder normal, oder fast normal atmen kann. Mein kleiner, ekliger Mann im Hinterkopf sagt mir, dass ich vermutlich um eine Pleurodese nicht herum kommen werden. Hiermit meint man das verkleben von Rippen – und Lungenfell, somit kann sich im Pleuraspalt, also dem Abstand zwischen diesen beiden Fellen, kein Wasser mehr ansammeln. Keine Lust, wöchentlich Wasser absaugen zu lassen. Ich werde es auf die radikale Tour machen, mittels OP, dann ist dies in zwei Tage erledigt, ansonsten muss man da zuerst wochenlang mit einem Schläuchlein in der Seite rumlaufen, irgendwie kompliziert. Ist wohl eine organisatorische Frage. Wenn Anfangs Woche die Studie läuft kann ich schon mal zwei Tage in ein Spital verschwinden. So mein Gedanke. Was MPi (und gegebenenfalls auch Onki) zu meinen Plänen sagt, weiss ich noch nicht. Pleumi bietet mir nach dem Wasser abziehen noch eine Schmerztablette an. Aber ja, irgendwas tut eh immer weh, her damit.

Onki und MPi, ich fühle mich zwischen den Beiden gut aufgehoben. Manchmal, wenn es ums organisieren geht, bemailen wir uns im Dreieck. Und so klappt das sehr gut.

Die Nieren haben mehrer Zysten rumbaumeln. Meine Leber ist hoch metastatsiert und aktiv. Die Knochen auch, aber, (offensichtlich findet man dies erwähnenswert, und das finde ich spannend) noch keine pathologische Fraktur. Ja Mist auch. Will heissen, bis jetzt noch kein Knochenbruch ohne äussere Einwirkung. Das brauche ich aber gar nicht, nie nicht. Wehe, die Sch…. kommt.

Meine gut sichtbaren und auch fühlbaren Lymphknoten am Hals machen MPi sehr Freude. Daran würde man sehr gut nachvollziehen können, wie ich auf die Studie anspreche. Sind diese Knollen also doch für etwas gut.

Wie schon gesagt, das Spital ist riesig, hat mindestens 20 Gebäude, wenn nicht mehr. Ich komme mir vor wie in einem Spiessrutenlauf, hierhin und dorthin. Überall sind sie nett. Wegen dem Codein bin ich allerdings unendlich müde. MPi bietet einen Transport zu den betreffenden Abteilungen im Rollstuhl an. Ja, kommt ja überhaupt nicht in Frage, da schäme ich mich zu Tode. Es wäre unterirdisch, meint er. Egal. Ich laufe! Bzw. schlurfe!! Beim CT denke ich mir, da muss ich ruhig liegen, also ist meine Husterei lästig. Ich frage nach einem Codein, nein, sie dürfen keine Medis verabreichen, und hätten auch keine an Lager. Jaaaa, aber ich habe am Eingang eine Apotheke gesehen. Also flugs MPi angerufen, er soll ein Rezept an die Apotheke mailen, ich gehe mir das Zeugs holen. Er macht mit und es klappt auch.

Vermessen werde ich auch, meinen Aussagen wird misstraut. Und raus kommt, ich bin scheints zwei cm geschrumpft, dafür zwei kg schwerer. (So schliesst man keine Freundschaften!). Wobei die zwei kg sind schon Geschichte, es sind mir 1.8 Liter Wasser abgezogen worden. Wo ich die cm wieder her kriege weiss ich noch nicht.

Zwei Mal sitze ich MPi gegenüber für ein Gespräch. Wir haben es lustig miteinander, muss ich sagen. Ich habe die Seiten über die Studie recht aufmerksam durchgelesen, und so lasse ich ihn wissen, dass mir der Satz „es kann auch tödlich enden“ doch aufgefallen ist. Er sieht mich schräg an und meint mit grosser Sicherheit, ich wisse doch sicherlich, dass dies auch bei jedem meiner Zytostatika, sprich Chemomittel, gestanden hat. Verflixt! Natürlich weiss ich das. Also, Mitleid schinden funktioniert so nicht. Er ist clever. Und bröselt die passenden Antworten locker aus dem Ärmel. Sind eigentlich alle Onkologen gleich? Schon bei Onki musste ich stets mein ganzes Hirnschmalz sammeln. Scheint wohl in der gleichen Manier weiter zu gehen.

Er gibt mir drei Sachen zum unterschreiben, erklärt mir auch, was es ist. Im Unterschied zu den möglichen Risiken bein einer OP, welche ich immer blind unterschrieben habe, lese ich hier alles sorgfältig durch. Wenn schon, dann will ich wissen, woran ich drauf gehe. Und weil ich hier auch das OK gebe für das verwerten der Proben meiner letzten Biopsie, bleibt mir dies als Untersuchung erspart.

In jeder Abteilung werde ich gefragt nach Name und Geburtsdatum. Auch als die Blutröhrchen mit den betreffenden Etiketten beschriftet werden, muss ich meine Angaben nochmals bestätigen. Irgendwie scheint man eine Verwechslung unter allen Umständen vermeiden zu wollen. Ja, wäre sicherlich verwirrend wenn statt meinem tumorverseuchten Blut auf einmal ein positiver Schwangerschaftstest im Zentrallabor der Studie landen würde, und umgekehrt.

Vereinzelt mische ich mich noch ein wenig unters Volk. Und einmal mehr ist mir wieder mal das Gesicht runter gefallen. Lerne eine Dame kennen, welche Raucherbeine hat. Sie hätte auch schon eine OP beidseitig mit Stands hinter sich, mit einem sehr stolzen Preis. Natürlich frage ich „Hast du geraucht“? „Immer noch“, erhalte ich zur Antwort, „Du hast aber Charakter“, antworte ich. Der ganze Tisch lacht. Sie meint, dass sei nicht so lustig. Hallo? Ich bin stolz, dass ich nicht meine ersten Gedanken raus lies, welche ganz klar Zweifel an ihrem Intellekt kund getan hätten. Unfassbar. Vor drei Jahren wurde sie operiert, und nun hat sie wieder Probleme. Schnell verschwindet sie nach draussen, mal Eine rauchen. Eine andere Kollegin erzählt mir, sie hätte kürzlich einem sechzehnjährigen Geld für Zigaretten zugesteckt. Ob sie ihm auch pflegen wird, wenn er an Lungenkrebs erkrankt ist? Ich komme mir vor wie im falschen Film.

Heute nun ist das OK vom Zentrallabor der Studie gekommen. Meine Blutwerte scheinen zu gefallen, und so kann es los gehen.

Mit ein bisschen Wehmut schaue ich auf die Zeit zurück als ich noch normal arbeiten ging. Wie wunderbar, Ärger bei der Arbeit, auch lachen und viel Unsinn gemacht.  Schleichend, ganz langsam und schleichend hat sich mein Krustentierchen in den Vordergrund geschoben, und boshaft wie es ist, wird es sich nie mehr zurück ziehen.

Soll ich jetzt auch noch etwas über den lieben COVID-19 zum Besten geben? Nein, lieber nicht. Reicht ja, wenn man es sonst überall hört.

Dieser Eintrag wurde am 6. März 2020 veröffentlicht. 2 Kommentare